Kerbal Space Program

11 02 2012

Noch 5…4…3…2…1…Lift off für die Kerbal 1 auf ihrem Weg ins All.

Wer schon immer einmal davon geträumt hat so eine Ansage zu machen und dabei tatsächlich eine Rakete ins All fliegen zu sehen, dem sei das Programm/Spiel “Kerbal Space Program” des Entwicklers Squad empfohlen. KSP ist ein derzeit heftigst weiterentwickeltes Programm mit dem Ziel, eine komplette Simulation einer Weltraumorganisation ähnlich der NASA zu schaffen. Dabei darf der Benutzer sowohl die Raketen aus Modulen selbst zusammensetzten als auch die gebaute Rakete sicher ins All bringen und zu Zielen wie dem “Mun” zu steuern. Immer mit dem Ziel die sog. Kerbals (kleine dümmliche Wesen) an Bord am Leben zu halten.

Der Kauf/ Der Download

Das Spiel ist derzeit noch in der Alpha-Version, man kann aber jetzt schon an das Projekt spenden und erhält ab einer Gesamtsumme von 10$ alle kommenden Versionen des Programms. Will man erstmal abwarten und erst das fertige Spiel bei Gefallen erwerben, kann man sich immer wieder aktualisierte Demoversionen hier herunterladen.

Das Spiel

Da das Spiel noch in der Entwicklung ist, fällt es schwer das Programm treffend zu beschreiben. Es gibt allerdings einige Grundmodule, die wohl auch weiterhin so wie sie jetzt sind, bleiben werden. Diese sind:

1. Das Vehicle Assembley Building

Im VAB kann man, wie es der Name verrät, seine eigenen Raumschiffe bauen. Dazu wählt man zunächst eine Komandokapsel aus und kann an diese nach oben und unten neue Module hinzufügen. Die wichtigsten sind eine Kupplung, welche verschiedene Raketenstufen voneinander trennt, ein Flüssigtreibstofftank und schließlich ein Triebwerk. Hat man seine Rakete fertig gestellt, gehts ab zur

2. Startrampe

Das erstellte Raumschiff wird auf der Startrampe platziert und ist damit bereit für den Start. Mit Shift kann man die Leistung des Triebwerks der untersten Stufe einstellen und mit Leertaste dieses zünden. Genauso verläuft es bei mehreren Stufen, die untere Stufe wird mit Leertaste abgesprengt und die nächste Stufe gezündet.

Oben beschriebene Funktionen werden  auch in einem kurzen, bündigen Tutorial nahe gebracht.

Funktionen die noch kommen werden umfassen einen Missionsplaner und eine Art Finanzierungssystem, sodass man nicht wie jetzt einfach drauf los bauen kann sondern sich auch um Publicity und erfolgreiche Missionen kümmern muss.

Alles in Allem besticht das Spiel vor allem mit seiner genialen und gut umgesetzten Idee, die das Herz nahezu jedes Weltraumfans höher schlagen lassen dürfte. Abzüge gibt es lediglich im aktuellen Zustand für Bugs, geringen Umfang und eine eher mittelmäßige Grafik.

4 von 5 Sternen

Aber eine klare Ausprobier-Empfehlung!!

Viel Spaß beim Spielen





Trine 2

11 02 2012

Spätestens seit Minecraft dürfte wohl klar sein, dass “Indies” zwar immer noch unabhängig sind, aber alles andere als Underdogs. Will man sich aber von dem Minecraft-Hype nicht allzusehr in den Bann ziehen lassen und hat überdies viel mehr Interesse an unpixeligen Spielen so gibt es immernoch eine große Bandbreite an kleinen aber denoch exzellenten Spielen, mit einer Liebe zum Detail und einer Herzenswärme von der andere Spiele nur träumen können. Ein Spiel, dass mir persönlich sehr gut gefällt ist Trine bzw. dessen Nachfolger Trine 2. Trine zwei ist ein Jump´n Run Sidescroller mit wunderschöner 3D artiger Grafik. Und allemal einen Blick wert. Darum soll das Spiel hier vorgestellt werden.

Der Kauf

Das Spiel kann direkt auf der Website des Spiels für ca. 12 Euro gekauft werden. Das kann entweder per Paypal, Google Checkout oder Amazonpayments geschehen. Zu beachten ist dabei, dass man für letzteres eine Visa Karte benötigt, die Zahlung aber mit seinem normalen Amazon-Account durchführt. Man erhält dann eine E-Mail mit einem Link zu einer Webseite auf welcher der Steamcode generiert wird. Und dabei wäre auch schon einer der wenigen Kritikpunkte am Spiel genannt: Man benötigt Steam! Nicht jedermanns Sache, allerdings soll laut der Information auf der Spielewebsite eine Steamlose Version folgen.

Die Geschichte

Die Geschichte ist schnell erzählt: Unsere drei Helden Zoya (eine Diebin), Amadeus (ein zauberer) und Pontius (ein Krieger) werden erneut von einem Artefakt, dem sogenannten Trine abgeholt und mit der Aufgabe betraut, das Königreich zu retten…wieder einmal. Von nun an kämpft sich abwechselnd einer der spielergesteuerten Helden durch knifflige Rätsel und böse Goblins, begegnet Prinzessinen und fiesen Monstern um am Ende die Ordnung im Königreich wieder herzustellen.

Das Spiel

Trine 2, erschienen im Dezember 2012, ist wie eingangs bereits erwähnt, ein Jump´n Run-Spiel. Die Charaktere besitzen jedoch wesentlich mehr Fähigkeiten als beispielsweise Super Mario oder Sonic. Pontius ist gut bei Kämpfen zu gebrauchen, Amadeus kann mit seiner Magie einfach große Steine aus dem Weg heben und Zoya hat einen Enterhacken dabei, mit dem sie sich über Schluchten und Monster einfach hinwegschwingen kann. Mehr noch als auf die Fähigkeiten kommt es im Spiel darauf an, geschickt zwischen den Charakteren zu wechseln um auch komplizierte Rätsel zu lösen. Ich möchte nicht zu viel verraten aber soviel sei gesagt: Die Rätsel sind ganz schön schwer, aber immer auf verschiedene Wege lösbar!!

Die Grafik ist wirklich sehr schön. Satte Farben, wunderbare Lichtspiele, Schatten, Details. Manchmal könnte man fast vergessen, dass man eigentlich die Welt retten muss und sich einfach in den Szenerien versinken. Das ganze Spiel wird in der Seitenansicht gespielt und bis auf kleine Zwischensequenzen auch in dieser Perspektive erzählt. Gegenstände und Figuren besitzen  denoch Tiefe (im grafischen Sinne), was prinzipiell sehr gut aussieht, aber manchmal etwas blöd ist, da man mit dieser Tiefe etwa bei Rätseln nicht arbeiten kann.

Der Soundtrack, wenn man das so nennen möchte, besteht aus höchstens 3 Liedern und wird schnell langweilig. Die Sprecherstimmen sind dagegen passend, lustig und gut in das Spiel eingebunden. Eine Erzählerstimme aus dem Off hilft einem auf die Sprünge, wenn man bei einem Rätsel mal nicht weiter kommt.

Hervorzuheben ist auserdem der Multiplayermodus des Spiels. Dieser ist ein Koop-Modus in welchem man die Rätsel des Einzelspielermodus zu zweit lösen muss und sich dadurch viele neue Wege erschließen kann, die einem beim Steuern eines einzelnen Charakters verschlossen bleiben.

Kritikpunkte, aber meiner Meinung nach verzeihbar sind die Kämpfe und die Story. Die Kämpfe sind kaum anspruchsvoll und immer gleich. Schön wäre es gewesen z.B. bei Zoya spezielle Sprungattacken aus dem schwingenden Zustand heraus zu haben. Stattdessen sind solche Versuche einfach nur Sprünge mit einem drangesetzten Angriff. Schade. Zur Story lässt sich nicht viel sagen, das liegt vor allem an der Geschichte: Die ist recht platt und kurz. Da hätte ich mir mehr erhofft, vielleicht eine Geschichte die man durch die eigenen Handlungen verändert etc.

Die Spieldauer finde ich mit etwa 5-10 Stunden angemessen.

Zusammenfassend sei gesagt: Das Spiel besticht durch eine interessante Mischung verschiedener Genres und Ansätze, bietet eine wunderbare Grafik und viele Stunden Spielspaß. Die Synchonisation ist gut gelungen, unterhaltsam und der Koopmodus verlängert den Spielspaß um einige Stunden und soetwas ähnlichem wie zwischenmenschlicher Kommunikation.

5 von 5 Punkten

Viel Spaß beim Spielen





The Ur-Quan Masters

24 02 2009

Was macht man nicht so alles wenn einem mal wieder tierisch langweilig ist. Ich für meinen Teil installiere häufig irgendwelche Programme und Spiele, deren schlechte Qualität ich mir schon im vornherein denken kann. So trifft es auch auf The Ur-Quan Masters zu (The Ur-Quan Masters Homepage). Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen betrifft dieses Qualitätsurteil nur die Grafik. Welche garantiert durch einen erhöhten Spielspaßfaktor und viele fesselnde Stunden vor dem Computer wieder wett gemacht wird. The Ur-Quan Masters ist Open Source.

1. Geschichte

Die Geschichte ist leicht erklärt. Man schreibt das Jahr 2155 und ein “böses” Volk, die Ur-Quan beherrschen einen Großteil des Universums, so auch die Erde. Nach einer gescheiterten Mission in einem anderen Sonnensystem kehrt man zur Erde zurück und findet sie versklavt vor. Nun hat man das Ziel die Erde und den Rest des Universums von den Ur-Quan zu befreien, indem man sich starke Verbündete sucht.

2.Ausführung des Spiels (Gameplay usw.)

Bis auf die bereits erwähnte, sehr altertümliche 2D Grafik, überzeugt das Spiel meiner Meinung nach mit einer spannenden und auch mit liebe gemachten Story von der sich viele kaltherzig gemachte Spiele-Blockbuster eine Scheibe abschneiden könnten. Die Animationen z.B. während Dialogen sind passend gestaltet und in manchen Fällen, wie bei den Spathi auch noch recht lustig. Als etwas langweilig stellen sich die langen Flüge im sog. Hyperspace heraus, welche zu allem Überfluss auch noch dauernd von irgendwelchen nervenden Spathi-Dialogen unterbrochen werden. Was wiederum sehr positiv auffällt ist die riesige Anzahl an Planeten und Sonnensystemen und die verschiedenen Rassen. Wer zur Gruppe der Gelegenheits Cheater gehört, wird “leider” wie bei vielen kostenlosen Spielen entäuscht, da ich keine für die aktuelle Version (The Ur-Quan Masters 0.6.2) gültigen Cheats finden konnte. Falls da jemand welche kennt, einfach einen Comment hinterlassen. Vielen Dank.

Alles in allem würde ich diesem Spiel sagen wir mal

4,5  von 5 Sternen geben

und kann es jedem Menschen mit Langeweile und einem Computer nur wärmstens empfehlen.

Die 32-bit Version des Spiels kann unter Ubuntu mit sudo apt-get install uqm installiert werden.

Viel Spaß beim Spielen








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