Als zweiter teil meiner textserie folgt nun der text „Herr Held“, welcher für den Deutschunterricht entstanden ist. Ich hatte bisher leider keine Zeit die zahllosen Rechtschreibfehler zu korrigieren und ungeschickte Formulierungen auszubessern. Ich wollte es mir jedoch trotzdem nicht entgehen, diesen Text zu posten, da ich finde, dass er mir sehr gelungen ist. Bei dem nachfolgenden Text handelt es sich um einen Versuch die alt germanische Nibelungensage in unsere moderne Welt umzuschreiben. Wer sich fragt, was die Nibelungensage ist, kann sich sein Wissen gerne von Wikipedia aufbessern lassen. Kritik oder ähnliches würden mich freuen und können als Kommentare auf diesen Blogeintrag geposted werden.
„Verkaufen! Verkaufen! Ich weiss dass uns das Verluste bringt aber es will die Firma halt niemand! Labern sie doch nicht herum! Die Firma wird in den nächsten zwei Tagen verkauft außer sie liefern mir eine stichhaltige Begründung warum wir als technologisches, modernes Unternehmen Hauptaktionär an einer Firma sein müssen die Häckeldecken herstellt. Die Firma wird verkauft! Auf Wiedersehen!“ wütend schleuderte Herr Held sein Telefon zurück an dessen Platz. Es klopfte an der Türe. Herr Helds Stellvertreter welcher gleichzeitig eine Art Gehilfe war trat ein. „Guten Morgen Herr Held. So früh schon im Büro? Ich bringe ihnen ihren Kaffee und den Wirtschaftsteil der FAZ.“ Herr Held immer noch gereizt schnaubte seinen Stellvertreter an: „Lesen sie vor!“. Dieser begann: „Eigentlich nur erfreuliche Nachrichten. Eine Tochterfirma der „König und Partner Holdinggesellschaften“ scheint offenbar billig zum Kauf zu stehen, jedenfalls sind die Aktienkurse im letzten Quartal erheblich eingebrochen.“. „Was hat das mit uns zu tun?“ fragte Herr Held, welcher sich langsam beruhigte. “Die Tochterfirma die ich meine ist die „Kriemhild Microsystems AG“ sie liefern uns unsere RAM-Module. Würde es uns gelingen diese zu erwerben, wären wir vollständig autonom von anderen Firmen was die Herstellung unserer Homeuser-PCs betrifft.“ Schlagartig hellte sich Herr Helds Laune auf:“ Ich brauche diese Firma! Ich glaube ich werde mich dort einmal umsehen und eventuell ein wenig dort arbeiten um mehr über diese Firma herauszufinden. “ Zu seinem Stellvertreter gewandt sagte er: “Bringen sie mir meinen feinsten Anzug und lassen sie den 10 Türer vorfahren! Ich werde mich wohl etwas länger dort umschauen. Sie übernehmen solange ich weg bin die Geschäfte hier. Ich erwarte von ihnen täglich pünktlich um 19:30 Bericht über die Aktivitäten des Tages..“ „Jawohl! Wie sie es wünschen Herr Held!“ Der Stellvertreter verließ das Zimmer.
Währenddessen tagte im Hauptsitz der König und Partner Holdinggesellschaften der Vorstand. Als Herr Held das Firmengebäude betrat und um einen Termin, bei Herrn König, dem Vorstandsvorsitzenden der Holding bat, wurde er höflich aber bestimmt aufgefordert zu warten, man werde zuerst Herrn König fragen ob er für ein Gespräch verfügbar sei.“Herr König da möchte sie jemand sprechen“ sagte eine Sekretärin in die versammelte Runde. „Nicht jetzt ich bin mitten in einer Sitzung“. „ Der Herr meint, es wäre dringend“. „ Ok, geben sie die Überwachungskamera auf den Hauptschirm“.Herr König betrachtete eine Weile das Video der Überwachungskamera, auf dem Herr Held zu sehen war und fragte dann in die Runde: „Weiß irgendjemand wer das ist?“. „Ich glaube da kann ich helfen“ mit diesen Worten erhob sich ein ernst drein blickender, etwas älterer aber dennoch muskulöser Geschäftsmann: Hagen von Tronjé. Einer der angesehensten Geschäftsmänner der Holding und Mitgründer, nebenbei, er war von adeliger Abstammung worauf er immer sehr wert legte.“Ich fasse mich kurz: Das ist Herr Held von der „Held computing AG“-Holding. Er hat reich geerbt, sehr reich. Von Beruf ist er Jurist einer der besten um genau zu sein. Es haben schon viele versucht ihn zu verklagen, erfolglos, er ist quasi unverwundbar. Wir sollten ihn auf jeden Fall ehrenhaft empfangen“. „Können Sie sich vorstellen, was er von uns möchte?“ fragte Herr König seinen Kollegen von Tronjé. „ Das beste wird sein sie lassen ihn herein, dann wird er uns wohl erzählen was er will.“ antwortete von Tronjé. Nachdem Herr Held herein geführt wurde und gefragt wurde was er den wolle antwortete er:“ Ich arbeite seit 20 Jahren unermüdlich in meiner Firma, das wird irgendwann langweilig, darum habe ich meine Geschäfte an meinen Stellvertreter übergeben und möchte nun in einer anderen Firma arbeiten um nicht immer die gleiche Arbeit zu haben, einfach mal ein bisschen Abwechslung.“ Alle im Raum schauten sich etwas verwundert an dann ergriff Herr König das Wort:“Sie verstehen dass dies eine etwas ungewohnte Situation für uns ist, aber nun gut. Wir könnten Ihnen eine Stelle als mein persönlicher Berater anbieten, wenn sie das wollen?“ „Aber natürlich“ antwortete Herr Held.
Ein Jahr arbeitete Herr Held bei der König und Partner Holdinggesellschaften und konnte einige Informationen über seinen Traum, der Kriemhild Microsystems AG, herausfinden. Herr König verweigerte ihm jedoch jegliche Einsicht in Betriebsinterna wichtiger Art. Eines Tages lief Herr König sehr aufgebracht in seinem Büro herum. Herr Held fragte besorgt, was denn los sei. Nach einigem zögern vertraute sich Herr König Herr Held an: “ Herr Held Wir kennen uns nun schon seit einem Jahr und ich weiss, dass ich ihnen vertrauen kann. Das was ich ihnen nun erzähle ist streng geheim. Ich gebe es nur ungern zu, aber meine Firma steht kurz vor dem Bankrott, wir haben Schulden bei der Sächsischen Landesbank und der Dänischen Staatsbank und sie fordern die Schulden binnen zwölf Wochen zurück. Wir sind erledigt!“ Herr Held antwortete:“ Machen sie sich da keine Sorgen, ich könnte ihnen so viel Geld leihen wie sie wollen. Ist das ein Angebot?“ „Warum, warum tun sie das?“ fragte Herr König. „Nun bei Ihnen in der Firma hatte ich das abwechslungsreichste und lustigste Jahr meines Lebens. So einen Freizeitpark muss man doch geradezu erhalten.“ sagte Herr Held, welcher sich sein glucksen und lachen verheben musste. „Ich, ich weiss gar nicht wie ich Ihnen danken soll??“ „ Aach vergessen Sie das! Eine Hand wäscht die andere und einem Freund helfe ich doch gerne.“ Herr König nahm den Ausdruck Freund der so leicht aus Herrn Helds Mund gekommen war mit einem mulmigen Gefühl wahr, stand er doch nun haushoch in Herrn Helds Schuld. Und dieser schien das als etwas ganz normales zu sehen. Waren Sie wirklich Freunde? Wie sich herausstellte war das Problem der unbezahlten Schulden nur die Spitze des Eisbergs In einer stillen mit Alkohol angereicherten Stunde gestand Herr König Herrn Held, er habe sich gewaltig mit einer Firmenübernahme verhoben. Es handle sich um die Firma „Brünhild Microsystems AG“. Die Übernahme gestaltete sich vor allem dadurch schwierig dass bei der Übernahme zunächst viele schwere Verfahren und hohe Ablösungszahlungen zu überstehen seien. Und wieder griff Herr Held Herr König unter die Schultern:“ Mein Freund wir kennen uns nun schon seit eineinhalb Jahren, ich habe reich geerbt und es ist doch selbstverständlich dass ich dir helfe. Unter einer Bedingung, wenn ich es schaffe diese Brünhild Dingsbums AG unter deinem Namen zu übernehmen, bekomme ich von dir dafür die Kriemhild Microsystems AG einverstanden?“ Herr König der schon etwas über den Durst getrunken hatte nickte eifrig mit dem Kopf: „Alles was du willst“
„Wir haben es geschafft ein Hoch auf unseren Freund Herrn Held, dank seinen Ratschlägen sind wir wieder ein starkes und zukunftsweisendes Unternehmen. Komm doch auf die Bühne, bitte, und sag was…“ mit diesen Worten übergab Herr König das Rednerpult an Herrn Held: „Liebe Kollegen und Kolleginnen. Wir haben es geschafft mit viel Mühe und zwei Anläufen, aber wir haben es geschafft unsere Firma hat mit der Brünhild Microsystems AG „geheiratet“ es ist vollbracht…….“
Zufrieden verabschiedete sich Herr Held fürs erste und kehrte zurück ins eine Firma um die Geschäfte wieder selbst in die Hand zu nehmen. Und um den Triumph zu feiern eine sehr bedeutsame neue Firma in seiner Holding zu haben. Fünf Jahre später bekam er eine Einladung zu einem Galaball der König und Partner Holdinggesellschaften. Er sagte zu. Dort angekommen wurde er zunächst freundlich empfangen. Er gesellte sich zu einem Tisch an dem Hagen von Tronjé und Herr König standen und diskutierten. Er begrüßte Herrn König freundschaftlich, Herrn von Tronjé mit einem etwas steifen Händedruck. Im Laufe des Abends entwickelte sich ein freundliches Gespräch zwischen den drei Geschäftsmännern. Doch plötzlich hörten sie lautes Stimmengewirr von der anderen Seite des Saals. Herr Held, Herr König und Herr von Tronjé eilten in die Richtung aus der das Stimmengewirr gekommen war. Dort angekommen sahen sie was passierte. Die Geschäftsführerin der Brünhild Microsystems AG stritt sich lauthals mit der Geschäftsführerin der Kriemhild Microsystems AG. Herr König erfragte den Grund dieses Streits, darauf antwortete die Geschäftsführerin der Brünhild Microsystems AG: “Herr König, diese Frau behauptet“ dabei zeigte sie auf die Geschäftsführerin der Kriemhild Microsystems AG. „Diese Frau behauptet sie hätten nur dank finanzieller Unterstützung und Schmiergeldzahlungen Herr Helds an die Vorstandsmitglieder unserer Firma und das Kartellamt unsere Firma übernehmen können! Sie behauptet ihre Holdinggesellschaften sei pleite! Herr König!“ „Ich denke“ setzte Herr König an „Ich denke dieses Missverständnis lässt sich ganz einfach aus der Welt schaffen. Herr Held hat in unserer Firma keinen bedeutenderen Rang erhalten als jeder andere Berater auch. Ich glaube er wird ihnen das auch gerne bestätigen!?“. „In der Tat kann ich ihnen versichern, dass die König und Partner Holdinggesellschaften alles andere als pleite ist. Die einzige Rolle die ich bei dieser Firmenübernahme gespielt habe war eine Innovation im Management wodurch wir sehr viel effizienter arbeiten konnten.“ erklärte Herr Held. Mit diesen Worten verlies Herr Held den Ort des Geschehens und stellte sich zu einer Gruppe Geschäftsleute mit denen er schon lange nicht mehr geredet hatte. Die Menschenmenge um die beiden streitenden Geschäftsführerinnen löste sich auf. Nur Hagen von Tronjé stand argwöhnisch herum, er ahnte dass Herr Held nicht die Wahrheit gesagt hatte und in Wahrheit die König und Partner Holding haushoch von der Held computing AG abhängig war. Ein Skandal. Dazu kam noch dass die Presse anwesend war. Hagen von Tronjé malte sich schon die Schlagzeile des nächsten Tages aus: „Große Firmenübernahme war teuer erkauft-Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe“ oder „König und seine Partner vor dem Aus-Schmiergeld anstatt Weihrauch, Gold und Myrre.“ Dies, dachte Hagen von Tronjé, könnte das Ende sein, das Ende seines Lebenswerks, der steten Vergrößerung der König und Partner Holdinggesellschaft vor allem im Techniksektor, denn Herr held könnte sie jederzeit auffliegen lassen und zum Konkurs zwingen.. Er fasste den Entschluss, was du mir so ich dir. Das Image der Held Holding muss geschädigt werden!
SZ vom 01.02: Held liebt Liechtenstein-Noch ein Steuersünder. Wie gestern ein anonymer Informant bekannt gegeben hat, gibt es starke Hinweise darauf, dass der Geschäftsführer der Held Computing AG Steuern in Milliardenhöhe hinterzogen und in einer Stiftung in Liechtenstein hinterlegt hat. Die Staatsanwaltschaft prüft der zeit den Wahrheitsgehalt dieser Aussage. Die Geschäfte der Held Computing AG sind bis auf weiteres eingestellt.
Financial Times vom 05.02: Steinwerfer im Glashaus- Held bezichtigt Konkurrent der Betriebssabotage. Herr Held der Vorstandsvorsitzenden der Held Computing AG wehrte sich Gestern auf einer Pressekonferenz vehement gegen die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Steuerhinterziehung. Einer Verleumdung ohnegleichen sei er zum Opfer gefallen. Eine Gruppe von Menschen die ihm und seiner Firma das Aus wünschen. Davon werde er sich nicht einschüchtern lassen. Er appellierte an seine Konkurrenten zu einem harten aber fairen Marktkampf zurückzufinden und die Finger von anrüchigen Methoden und dem Anschwärzen geachteter Kollegen zu lassen. Sollte die hinter dieser Verleumdung stehende Gruppierung nicht auf diese „Waffenruhe“ eingehen, drohte er, werde er alles daran setzen die Drahtzieher dahinter vor Gericht zu bringen. Experten halten dies aus jetziger Sicht für eine blose Androhung, da es derzeit keine Hinweise auf eine eventuell bestehende Verleumdung oder dergeleichen gegen Herrn Held gäbe. Wie ein am Steuerhinterziehungsprozess beteiligter Anwalt verlautbarte, denke er, dass es sich bei dieser Aktion nur um einen Nebenkriegsschauplatz handle, mit dem herr held von seiner eigenen Schuld ablehnen wolle und er sei sich sicher, jedes gericht dieser welt werde das genauso sehen.
FAZ vom 20.02: Held Computing in Bedrängnis-Wirtschaftskrise macht auch hier nicht halt. Eine weitere erschreckende Nachricht ereilte uns am heutigen Vormittag. Die durch einen Steuerskandal ihres Gründers angeschlagene Unternehmensgruppe Held Computing AG. Hat angeblich einen weiteren harten Schlag zu verkraften. Die Unternehmenstochter „Zitti Bank“ hatte laut eines anonymen Informanten Wertpapiere im Wert von umgerechnet ca. 34 Milliarden Euro an der kürzlich Zugrunde gegangenen „Lehnsmann Brüder Bank“, einen Tag vor deren Konkurs, gekauft. Der dafür zuständige Mitarbeiter konnte nicht ausfindig gemacht werden.
BILD vom 05.02: Der neue Rammelheld? Ging Herr H. (45) zu Prostituierten?
Manuela S. (22) arbeitet im bekannten Bordell „Pascha“ in Köln. Seit zwei Jahren arbeitet die ledige Polin dort. Laut ihr war Herr H. Ein Dauerkunde bei ihr.
StZ vom 13.03: Held ist Tot- Holding am Abgrund. Dies scheint der endgültige Untergang des Held Computing AG Firmenimperiums zu sein. Wie bekannt wurde hat sich der Firmenchef Herr Held in der Nacht von Montag auf Dienstag in seinem Büro erhängt. Die Geschäftsführerin der größten Tochterfirma der Held Computing AG verlautbarte gestern auf einer Pressekonferenz:“ Wir sind zutiefst bestürzt über den Tod unseres Vorstandsvorsitzenden. Er hat die Holding seit Jahrzehnten, umsichtig, wissend und klug geführt. Sein Tod stellt einen großen Verlust gerade in dieser Wirtschaftlich sehr schweren Zeit dar.“ wie aus Firmen Kreisen bekannt wurde gibt die Geschäftsführerin der Kriemhild Microsystems AG jedoch der König und Partner Holding die Schuld an Herrn Helds Tod. Laut den Informanten sieht die Geschäftsführerin den Eklat auf einem Galaball zwischen ihr und der Geschäftsführerin der Brünhild Microsystems AG,welcher einen großen Skandal verursachte und die Aktienkurse der König und Partner Holding fallen lies(wir berichteten) als Grund einer groß angelegten Rache Aktion der König und Partner Holding zur Schädigung des Images der Held Computing AG. Als Hauptschuldigen nennt sie den zuständigen Vorstand für die Techniksparte der Holding, Hagen von Tronjé. Dieser habe durch inszenierte und verleumderische Handlungen und Aussagen sowie erkaufte vermeintlich wahrheitsgetreue Aussagen „seriöser“ Zeugen und Infiltration der Held Computing AG die Held Computing AG derart in Bedrängnis gebracht, dass Herr Held keinen Ausweg als den Tod sah. Des weiteren lies die Geschäftsführerin der Kriemhild Microsystems AG verlautbaren: „Unter Herrn Held als Vorstandsvorsitzenden unseres Mutterkonzerns hatten wir bisher unerreichte Gewinne, daher lassen wir solche Anfeindungen nicht auf uns sitzen, wir werden zurückschlagen!“
Eine noch nicht ganz fertige Geschichte von Paul-Georg M.

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